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Die Gemeinde St. Anna am Aigen entstand im Jahre 1948 durch die Zusammenlegung
der damaligen Gemeinden Aigen, Plesch, Risola und Klapping. Obwohl sich
die einzelnen Bürgermeister gegen diese Form der Zentralisierung
zur Wehr setzten, vor allem auch in Hinsicht auf drohende Steuerverluste,
war gegen die zwangsweise Vereinigung der Gemeinden durch die Steiermärkische
Landesregierung kein wirklicher Widerstand möglich.
Immerhin haben sich die einzelnen Katastralgemeinden bis heute ein sehr
eigenständiges Dorfleben erhalten, auch ein gesundes Selbstverständnis,
das zum Beispiel beim alljährlich stattfindenen Fußball-Dorfturnier,
bei dem sich alle Katastralgemeinden von St. Anna am Aigen mit der "Gastgemeinde"
Frutten-Gießelsdorf jährlich tolle Fußballzweikämpfe
liefern, zum Ausdruck kommt.
Im Jahr 1952 wurde die Großgemeinde St. Anna am Aigen in einem
feierlichen Festakt zur Marktgemeinde erhoben. In Anwesenheit des damaligen
Landeshauptmannes Josef Krainer I. wurde der Gemeinde ein eigenes Wappen
verliehen - ein silberner Steinbock mit einem goldenen Patriarchenkreuz
auf blauem Schild. Der Steinbock deutet auf eine Flurbezeichnung in der
Gemeinde hin, das Patrirarchenkreuz auf einen der berühmtesten Söhne
der Gemeinde und Pfarre, Kardinal Andreas Frühwirth.
Die Marktgemeinde St. Anna am Aigen in der jetzigen Form gibt es erst
seit 1969. In diesem Jahr wurden noch die beiden großen Katastralgemeinden
Waltra und Jamm mit der Marktgemeinde St. Anna am Aigen vereinigt. Die
Gemeinde zählt heute 1901 Einwohner.
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